Auf den Kykladen, Sommer 2015 – Tag 1

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Das letzte Mal habe ich die Kykladen 1994 besucht. Nach 21 Jahren entscheide ich mich erneut für zwei Sommerwochen auf Naxos und – zum ersten Mal – auf Amorgos. Der Anlass für die erneute Reise nach Griechenland ist harmlos: ich brauche ein wenig Ruhe sowie Abstand von den Ereignissen des vergangenen Jahres.

Dennoch gebe ich zu, auch ein wenig neugierig darauf zu sein, ob der Besucher hier etwas von der momentanen Situation Griechenlands spüren kann: vom ständigen Ärger mit dem Geld, dem ungünstigen Image, den drängenden Problemen mit Flüchtlingen weiter im Osten des Landes.

Nach Amorgos wollte ich immer schon mal, nachdem mir mehrere Reisende von der landschaftlichen Schönheit, den Felsenbuchten und dem blau erscheinenden Wasser erzählt hatten. Auch hier aber wurde ich – bei der Vorbereitung – neugierig durch einen Artikel der mit Geld zu tun hat, und den Michalis Pantelouris vor ein paar Wochen in der Zeit veröffentlicht hatte.

Auf Naxos treffe ich denselben teilimprovisierten Charme an, der mir schon vor über 20 Jahren gefallen hatte. Am Tisch neben mir frühstücken ein paar freundliche Pfadfinder aus Salzburg in den Tag hinein. Griechische Väter spielen mit ihren Kindern im Meer. Deutsche Jugendliche filmen unermüdlich mit einer dem Sand gefährlich nahen GoPro ihre Versuche, nach einem Sprung auf einem Wellenbrett aufrecht stehen zu bleiben. Man hört Italienisch, ein wenig Ivrit, und machmal laufen ein paar Asiatinnen vorbei mit aufgespanntem Sonnenregenschirm.

In den nächsten zwei Wochen werde ich versuchen, möglichst täglich auf eine mit meinem Erholungsbedürfnis vereinbare Art ein Foto zu zeigen und mit ein paar Gedanken und Wahrnehmungen zu verbinden. Vielleicht lerne ich ja etwas dabei und kann andere daran teilnehmen lassen.

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